Ein niedriger Wasserstand in einem Fluss erzählt von einem einzelnen Ereignis; die Wasserreserven geben Aufschluss über eine längerfristige Entwicklung. Der am 17. September 2026 veröffentlichte Bericht 2025 der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) stellt diese beiden Zeitskalen einander gegenüber.
Niedrige Abflüsse auf einer großen Fläche
Laut WMO verzeichneten 2025 36 % der weltweiten Fläche von Flusseinzugsgebieten Abflüsse unter dem Normalwert. Diese Schätzung beruht auf dreizehn hydrologischen Modellen, in die meteorologische Beobachtungen eingeflossen sind. Sie bedeutet also nicht, dass 36 % der Flüsse als ausgetrocknet gemessen wurden.
Auch die Wasserspeicher schrumpfen
Parallel dazu beobachtet die Organisation seit Mitte der 2010er-Jahre einen Rückgang der terrestrischen Wasserspeicher. Dazu zählen unter anderem Grundwasser, Seen, Flüsse, Bodenfeuchtigkeit, Schnee und Eis. Langsame Reserven wie Grundwasser und Gletscher verändern sich über deutlich längere Zeiträume als ein Regenschauer.
Der Bericht vereint nationale Beiträge, Simulationen und Satellitenbeobachtungen. In seiner Darstellung wird auf anhaltende Datenlücken hingewiesen, insbesondere in stark betroffenen Regionen. Diese weltweiten Befunde reichen nicht aus, um die Situation in einem luxemburgischen Einzugsgebiet festzustellen: Dafür sind lokale Messungen erforderlich.
Quellen
- WMO: Vorstellung der Ergebnisse und Methode zur Ermittlung des Werts von 36 %.
- WMO: Informationsblatt zum Bericht State of Global Water Resources 2025.
- Originalfotografie von Hejnjahns, unter CC BY-SA 4.0.
Quellen abgerufen am 2. Oktober 2026.






