Als „Blumenkohlohr“ bezeichnet man eine Verformung der Ohrmuschel, die nach einem Trauma auftreten kann. Hinter der unregelmäßigen Form steckt ein klarer Mechanismus: Zwischen dem Knorpel und der ihn bedeckenden Membran, dem Perichondrium, sammelt sich Blut an. Durch diese Ablösung kann die Nährstoffversorgung des Knorpels beeinträchtigt werden, erklärt das Merck-Handbuch in seinem im April 2026 überarbeiteten Beitrag.
Hämatom und Verformung unterscheiden
Ein Ohr, das nach einem Schlag anschwillt, weist nicht zwangsläufig bereits eine bleibende Verformung auf. Ein Hämatom ist eine Blutansammlung; eine bleibende Formveränderung kann entstehen, wenn Gewebe geschädigt wird und anschließend unregelmäßig verheilt.
Die Cleveland Clinic beschreibt diesen Verlauf und mögliche Komplikationen, darunter eine Infektion und Hörstörungen. Von dieser Verformung sind vor allem Menschen betroffen, die Kontaktsport betreiben; sie kann jedoch bei allen auftreten, die sich am Außenohr verletzen.
Ein verletztes Ohr untersuchen lassen
Die Cleveland Clinic empfiehlt, nach einer Ohrverletzung rasch ärztlichen Rat einzuholen, selbst wenn sie wenig schwerwiegend erscheint. Eine frühzeitige Behandlung soll das Risiko einer dauerhaften Verformung verringern.
Das medizinische Zentrum rät davon ab, das Hämatom selbst zu entleeren: Dabei besteht Infektionsgefahr, und eine erneute Blutansammlung wird dadurch nicht verhindert. Welche Behandlung gewählt wird, entscheidet die medizinische Fachkraft, die die Verletzung untersucht und nach Begleitverletzungen sucht.
Die Ohrmuschel beim Kontaktsport schützen
Zur Vorbeugung gehört unter anderem ein geeigneter, richtig sitzender Schutz, so die Cleveland Clinic. Eine ältere Verformung und eine frische Schwellung werfen unterschiedliche medizinische Fragen auf: Bei der einen ist das Gewebe bereits verändert, bei der anderen handelt es sich um eine Verletzung, die unverzüglich untersucht werden sollte.






