ϟ SCHLAGZEILENKI-gesteuerte Unternehmen: Delaware zu Verantwortlichkeiten befragtEin Magazin aus Luxemburg 05.11.2026
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Copilot verschwindet am 1. Dezember von Samsung- und LG-Fernsehern

Microsoft bestätigt, dass Copilot von Samsung- und LG-Fernsehern verschwindet. Was wegfällt, was weiterhin zugänglich ist und warum zwischen Bildschirm und Dienst unterschieden werden muss.

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Fernbedienung auf einem Sofa, Symbolfoto.
Bildquelle und Lizenz
Kamil Čičila — Pexels — licence Pexels

Copilot wird am 1. Dezember 2026 von Samsung- und LG-Fernsehern verschwinden. Microsoft nennt dieses Datum inzwischen in seiner Support-Dokumentation. Für die betroffenen Besitzer ist die angekündigte Folge eindeutig: Der Zugriff auf den Assistenten über den Fernseher wird eingestellt. Das ist weder die Ankündigung, dass der Fernseher abgeschaltet wird, noch, dass Copilot auf allen Geräten verschwindet.

Dieser Rückzug macht einen Unterschied deutlich, der beim Kauf oft kaum sichtbar ist: Ein Bildschirm ist ein Hardwaregerät, doch ein Teil seiner Funktionen hängt von Diensten ab, die aus der Ferne gesteuert werden. Um zu verstehen, was sich ändert, muss man sich die betreffende Funktion, ihren Zugangsweg und das ansehen, was der Anbieter tatsächlich aufrechtzuerhalten verspricht.

Ein Datum, das nun bestätigt ist

Der Abschnitt „Copilot TV“ auf der Microsoft-Supportseite zu Änderungen bei Copilot legt fest, dass Copilot auf Samsung- und LG-Fernsehern ab dem 1. Dezember nicht mehr verfügbar sein wird. Dort heißt es, dass Nutzer weiterhin über das Web, am Computer und auf Mobilgeräten mit Copilot chatten können.

Diese Unterscheidung ist wichtig: Es geht um den Wegfall des Zugangs auf bestimmten Plattformen, nicht um die vollständige Einstellung des Dienstes. Eine auf einem Fernseher angezeigte Meldung muss daher in diesem Rahmen verstanden werden. Daraus lässt sich nicht schließen, dass damit auch sämtliche Funktionen der künstlichen Intelligenz der Marke verschwinden.

Die eingesehene Dokumentation nennt keine ausführliche Erklärung der wirtschaftlichen Gründe für diese Entscheidung. Automatisch von einem Mangel an Publikum, zu hohen Kosten oder einer Reaktion auf Kritik auszugehen, ginge über das hinaus, was belegt ist. Datum und Plattformen sind bestätigt; die genauen Beweggründe werden in diesem Hinweis nicht genannt.

Bei LG war ein Symbol nicht gleichbedeutend mit einer nativen App

Im Dezember 2025 hatte LG gegenüber Tom’s Hardware eine Klarstellung abgegeben, und zwar in einer direkten Antwort seines Leiters für Öffentlichkeitsarbeit in Nordamerika. Das Copilot-Symbol auf webOS wurde als Verknüpfung beschrieben, die im Browser des Fernsehers die Microsoft-Website öffnet, und nicht als ins System integrierte App.

LG erklärte außerdem, dass die Nutzung des Mikrofons in dieser Benutzeroberfläche eine ausdrückliche Zustimmung erfordert. Diese Erläuterungen beschreiben die Funktionsweise, die der Hersteller zu diesem Zeitpunkt angegeben hatte. Sie stellen keine unabhängige Datenschutzprüfung dar und erlauben es nicht, alle Umsetzungen bei Samsung als identisch zu beschreiben.

Der Unterschied zwischen einer Verknüpfung und einer App ist keine bloße Wortklauberei. Dasselbe Symbol kann den Zugang zu installierter Software oder zu einer externen Webseite ermöglichen. Für den Nutzer sieht der erste Schritt ähnlich aus; hinsichtlich der Verfügbarkeit des Dienstes können die Abhängigkeiten jedoch unterschiedlich sein. Dass eine Funktion auf dem Startbildschirm erscheint, garantiert daher für sich genommen nicht, wie lange sie verfügbar bleibt.

Eine Störung vom Rückzug eines Dienstes unterscheiden

Wenn eine Funktion nicht mehr reagiert, kann das mehrere Ursachen haben: die Verbindung, die Software, das Konto oder ein externer Dienst. In diesem Fall lässt sich anhand eines offiziellen Stichtags erkennen, dass der Rückzug geplant ist. Diese Information verhindert, dass das Verschwinden von Copilot pauschal als Hardwaredefekt behandelt wird.

Dennoch muss man genau beachten, was die Ankündigung nicht aussagt. Sie legt weder einen Zeitplan für Änderungen auf jedem einzelnen Startbildschirm fest noch das genaue Aussehen der Meldung auf jedem Modell. Die für den jeweiligen Fernseher geltenden Anweisungen sind weiterhin beim Herstellersupport und in Abhängigkeit von der installierten Systemversion zu prüfen.

Ein Gerät zurückzusetzen, in der Hoffnung, eine offiziell eingestellte Funktion wiederherzustellen, geht nicht auf die Ursache der Änderung ein. Vor einem größeren Eingriff sollte man zunächst die genaue Funktion, das Modell und die entsprechende Ankündigung ermitteln. Eine Änderung der lokalen Einstellungen entscheidet nicht darüber, ob ein externer Dienst bestehen bleibt.

Was das für den Wert eines Smart-TVs bedeutet

Diese Situation gibt Anlass, dauerhafte Kriterien von solchen zu unterscheiden, die von einem Anbieter abhängen. Die Bildschirmgröße, die physischen Anschlüsse und die Hardware-Ergonomie sind nicht mit einer externen Funktion gleichzusetzen. Dadurch wird letztere nicht nutzlos; es verändert vielmehr die Art und Weise, wie man ihren Stellenwert bei einer Kaufentscheidung bewertet.

Nehmen wir einen hypothetischen Fall: Zwei Bildschirme erfüllen die audiovisuellen Bedürfnisse eines Haushalts, doch bei einem wird ein Online-Assistent stärker hervorgehoben. Um ihren Nutzen zu vergleichen, sollte man sich fragen, ob dieser Assistent regelmäßig gebraucht wird, welche Bedingungen mit seiner Nutzung verbunden sind und was noch nützlich wäre, wenn sich der Dienst weiterentwickelte. Das Logo einer Zusatzfunktion beantwortet diese Fragen nicht.

Es geht dabei nicht nur um künstliche Intelligenz. Allgemeiner betrifft es Nutzungsangebote, deren Verfügbarkeit von einem Dritten abhängt. Die richtige Frage lautet daher nicht nur: „Ist es heute verfügbar?“, sondern auch: „Von wem hängt diese Verfügbarkeit ab?“ Mit dieser Überlegung lassen sich Funktionen nach ihrer Bedeutung ordnen, ohne jede Neuheit zu einem entscheidenden Argument zu machen.

Den Assistenten weiter nutzen – ohne Versprechen eines identischen Ersatzes

Microsoft hält andere Zugangswege zu Copilot aufrecht. Das bedeutet nicht, dass der Wechsel vom Fernseher zum Telefon oder Computer genau dasselbe Nutzungserlebnis bietet: Bildschirm, Eingabemethode und Nutzungskontext ändern sich. Die Möglichkeiten müssen auf der jeweils gewählten Plattform beurteilt werden.

Für gelegentliche Nutzer kann der Wegfall einer Verknüpfung wenig ausmachen. Wer Copilot im Wohnzimmer genutzt hat, muss nun einen anderen Weg nehmen. Eine allgemeingültige Aussage über den Nutzen des Assistenten gibt es nicht: Er hängt davon ab, welche Aufgabe jeder einzelne ihm übertragen hat.

Die einfache, mit einem Datum versehene Kernaussage lautet also: Am 1. Dezember 2026 wird Copilot wie angekündigt von Samsung- und LG-Fernsehern zurückgezogen. Bei den übrigen Funktionen des Geräts sollte man jede einzeln betrachten. Ein Smart-TV ist kein einheitlicher Block, bei dem alle Dienste gleich lange verfügbar bleiben.

Symbolfoto: eine Fernbedienung in einem Wohnzimmer, ohne Angabe eines betroffenen Modells.

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