ϟ SCHLAGZEILEN2026 ED138: Was der Kandidat für den Status eines Zwergplaneten wirklich verrätEin Magazin aus Luxemburg 03.11.2026
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Bühne

Judith Magre und Éric Naulleau: Ionesco zwischen Lesung und Gespräch

Im Théâtre de Poche-Montparnasse erkundet das Duo das Werk von Eugène Ionesco in einem Gespräch, das Texte und Kommentare verbindet. So werden mehrere Stücke aufgegriffen, statt einer einzigen Handlung zu folgen.

Éric Naulleau und Judith Magre im Théâtre de Poche-Montparnasse, am 2. März 2026; Archivaufnahme.
Bildquelle und Lizenz
ManoSolo13241324 / Wikimedia Commons — CC0. Archive du 2 mars 2026.

Ein Autor, zwei Interpreten und mehrere Zugänge zu seinem Werk. Im Théâtre de Poche-Montparnasse ist *Judith Magre et Éric Naulleau évoquent Ionesco* als Gespräch angelegt: Naulleau hat es konzipiert und moderiert, Magre liest die Texte, wie aus dem Programm des Theaters hervorgeht.

Das Konzept folgt dem Werk in einem Rundgang, statt ein ganzes Stück aufzuführen. Dieser Artikel stellt das dokumentierte Format vor; wir haben keine Vorstellung besucht.

Dialoge und anschließend die Weigerung, sich anzupassen

In ihrer am 22. September 2026 von Reg’Arts veröffentlichten Kritik beschreibt Anne Revanne unter anderem den Dialog der Eheleute Martin in *La Cantatrice chauve* und anschließend einen Wortwechsel aus *La Leçon*. Sie berichtet, dass Magre darin den Professor und Naulleau den Schüler spielt. Das Duo beschränkt sich also nicht immer strikt auf die Rollenverteilung zwischen Kommentar und Lesung.

Die Kritik erwähnt auch den Schlussmonolog aus *Rhinocéros*. Diese Passage lenkt den Rundgang auf den Widerstand einer Figur gegen die Gruppe. Der Reiz der angekündigten Zusammenstellung liegt in diesem Wechsel zwischen mehreren Texten: Das Publikum kann einen Autor, den es von einem Titel kennt, in weiteren Facetten entdecken.

Ionesco – mehr als das Etikett des Absurden

Der Eintrag der Académie française erinnert daran, dass *La Cantatrice chauve*, 1950 im Théâtre des Noctambules uraufgeführt, den Untertitel « anti-pièce » trägt. Er verbindet den Nonsens und das Groteske dieser Dramaturgie mit satirischen und metaphysischen Fragen.

Ionesco dachte in *Notes et contre-notes* auch über sein eigenes Theater nach. Ein Gespräch kann so die Repliken seiner Stücke mit den Fragen des Schriftstellers zu seiner Kunst in Beziehung setzen, ohne das Ganze auf eine Abfolge berühmter Auszüge zu reduzieren.

Die angekündigten praktischen Informationen

Das offizielle Datenblatt, abgerufen am 27. Oktober 2026, kündigt Vorstellungen montags um 19:00 an, bei einer Dauer von 1 h 10. Das Theater nennt einen regulären Preis von 32 €, einen ermäßigten Preis von 25 € und einen Preis von 10 € für unter 26-Jährige. Die Vorstellungspause am 28. Dezember ist vermerkt.

Théâtre de Poche-Montparnasse, 75 boulevard du Montparnasse, Paris 6e. Der Buchungskalender ist über die Seite der Vorstellung erreichbar; die Preiskategorien und die verfügbaren Plätze sind bei der Auswahl des Vorstellungstermins zu prüfen.

*Archivaufnahme: Éric Naulleau und Judith Magre im Poche-Montparnasse, am 2. März 2026. ManoSolo13241324 / Wikimedia Commons — CC0.*

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