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NBA in Mexiko: Denver hält Indianas Aufholjagd stand und gewinnt 114:102

Denver gewann in Mexiko mit 114:102 gegen Indiana, nachdem der Vorsprung von 27 Punkten auf sieben geschrumpft war. Die entscheidenden Spielphasen zeigen: Der Sieg wurde zunächst in der Defensive herausgespielt und im Schlussviertel dann verteidigt.

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Nikola Jokić im Trikot von Denver gegen Washington im März 2018.
Bildquelle und Lizenz
Keith Allison from Hanover, MD, USA — Wikimedia Commons — CC BY-SA 2.0

Denver besiegte Indiana am 7. November 2026 in Mexiko mit 114:102, nachdem ein Vorsprung von 27 Punkten auf sieben geschrumpft war. Das Endergebnis erzählt von einem zunächst souverän herausgespielten Sieg, der dann in einem Schlussviertel verteidigt werden musste, in dem die Pacers das Ende der Partie wieder offen gestalteten.

Ein Vorsprung, der vor der Pause herausgespielt wurde

Indiana ging zunächst mit 5:0, dann mit 7:4 in Führung. Denver antwortete mit zehn Punkten in Folge und gab die Führung danach nicht mehr ab. Zur Halbzeit lagen die Nuggets mit 64:41 vorn, also mit 23 Punkten Vorsprung. Ihr größter Vorsprung betrug 27 Punkte.

Diese beiden Zwischenstände zeigen, wie stark das Spiel noch hätte kippen können: Denver hatte sich einen beträchtlichen Vorsprung erarbeitet, doch dieser garantierte kein ruhiges Ende. Im Spielbericht der Nuggets wird ein großer Teil ihrer Leistung der Defensive zugeschrieben. Den vom Club veröffentlichten Zahlen zufolge erzielte Indiana im Halbfeldangriff, also ohne Schnellangriffe, lediglich ein „Offensive Rating“ von 86,0. Diese Kennzahl schätzt die Zahl der erzielten Punkte pro 100 Ballbesitze; der Club gibt an, dass diese Leistung im 26. Perzentil lag. Die Pacers verwandelten zudem 31,3 % ihrer Dreipunktewürfe.

Diese Daten beschreiben die Offensivprobleme Indianas in diesem Spiel, nicht eine allgemeine Schwäche des Teams. Sie helfen dennoch zu verstehen, warum Denver den Vorsprung vor der Pause ausbauen konnte: Die Pacers trafen von der Dreierlinie nur selten und waren im Halbfeldangriff wenig effizient.

Indiana kämpft sich phasenweise zurück

Nach der Halbzeit nahm die Partie einen anderen Charakter an. Indiana erzielte im dritten Viertel 37 Punkte und setzte seine Aufholjagd anschließend fort. Ein Korbleger von Jarace Walker brachte die Pacers 7 Minuten und 27 Sekunden vor Schluss auf 102:95 heran: Der Rückstand betrug nur noch sieben Punkte.

Der schrumpfende Rückstand bedeutet nicht, dass Denver die Kontrolle über die Partie verloren hätte, doch er erhöhte den Druck bei jedem Ballbesitz. Die Nuggets antworteten schnell mit einem Korb von Spencer Jones und anschließend einem Dunk von Aaron Gordon, wie aus dem Spielbericht hervorgeht. Das waren zwei konkrete Aktionen in dem Moment, als Indiana einem vollständigen Comeback am nächsten kam.

Denver hielt seinen Vorsprung anschließend bis zum Schlusssignal. Das Ergebnis von 114:102 zeigt sowohl das Gewicht der ersten Spielhälfte als auch die Fähigkeit der Pacers, nach der Pause offensiv noch einmal zuzulegen. Es war also weder ein von Anfang bis Ende enges Duell noch ein Sieg ohne kritische Phasen: Zunächst wurde der Vorsprung herausgespielt, dann kam wieder Spannung auf.

Jokić dirigiert, Johnson und Jones tragen ihren Teil bei

Nikola Jokić beendete die Partie mit 19 Punkten, 13 Rebounds und acht Assists. Zum Triple-Double, einer Leistung mit mindestens zehn Einheiten in drei statistischen Kategorien, fehlten ihm zwei Assists. Der Center leistete somit einen umfassenden Beitrag, ohne diese Marke zu erreichen. Jamal Murray steuerte 16 Punkte und Cameron Johnson 18 bei.

Der Club aus Denver hebt Johnsons Treffsicherheit hervor: acht erfolgreiche Würfe bei zwölf Versuchen. Das ist aussagekräftiger als eine isolierte Punktzahl, denn die Kennzahl gibt auch Aufschluss darüber, wie diese Punkte erzielt wurden.

Spencer Jones erzielte in 21 Minuten 13 Punkte und traf fünf seiner sechs Würfe sowie alle drei seiner Dreipunktewürfe. Zudem holte er sechs Rebounds. Der Club gibt an, dass es sein erstes Spiel der Saison war, nachdem er wegen einer Oberschenkelverletzung gefehlt hatte. Während seiner Einsatzzeit erzielte Denver 14 Punkte mehr als Indiana. Diese Differenz, Plus-Minus genannt, ist eine Mannschaftskennzahl für die Minuten, in denen ein Spieler auf dem Feld steht. Um seinen Beitrag einzuschätzen, ist sie zusammen mit seiner Trefferquote und seinen Rebounds zu betrachten.

Marvin Bagley III kam von der Bank und erzielte in elf Minuten zehn Punkte. Dabei verwandelte er alle vier seiner Freiwürfe. Damit steuerte auch Denvers Bank Punkte bei, zusätzlich zu den Beiträgen der Spieler in der Startaufstellung.

Ein Sieg in Mexiko, eine Bilanz von 5:3

Die Partie fand in der Arena CDMX vor mehr als 20 000 Zuschauern statt, wie RTL berichtet. Die NBA bezeichnete das Spiel als ihr 16. reguläres Saisonspiel in Mexiko. Zudem hatte die Liga dort 19 Vorbereitungsspiele ausgetragen. Damit zählt das Land zu den regelmäßigsten Zielen des NBA-Basketballs außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanadas.

Für Denver brachte der Sieg die Bilanz laut Club auf fünf Siege und drei Niederlagen. Die Nuggets geben außerdem an, dass sie bei internationalen Auswärtsspielen in der regulären Saison nun zwei Siege und keine Niederlage verzeichneten.

Indiana spielte erneut ohne den verletzten Tyrese Haliburton, wie RTL berichtet. Die offensive Aufholjagd der Pacers nach der Pause zeigt, dass sie den Rückstand auch ohne ihn verkürzen konnten. Am deutlichsten wird das in den einzelnen Spielphasen: Denver machte aus einem zögerlichen Start einen deutlichen Vorsprung, musste dann aber reagieren, als Indiana wieder Druck machte.

Quellen

Nikola Jokić beim Spiel Denver–Washington am 23. März 2018. Archivfoto, das nicht das Spiel in Mexiko im November 2026 zeigt.

Foto: Keith Allison from Hanover, MD, USA — Wikimedia Commons — CC BY-SA 2.0.

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