Der Jazz am Sonntag kann zu einem kleinen regelmäßigen Termin werden, ohne dass man gleich eine ganze Saison verfolgen muss. In neimënster bietet die Reihe Pause mehrere Gelegenheiten, unterschiedliche Ensembles kennenzulernen. Wir haben drei Herbsttermine ausgewählt, die dazu einladen, darauf zu achten, wie Musikerinnen und Musiker eine Gruppe und eine gemeinsame Sprache entwickeln.
Am 11. Oktober: ein Trio, das die Instrumente neu verteilt
ShekBand steht am Sonntag, dem 11. Oktober, um 11:00 Uhr in der Brasserie-Salle bei Pause meets CinEast auf dem Programm. Das ukrainische Familientrio besteht aus Anna Shekera am Klavier und an der Harfe, Artem Shekera am Kontrabass sowie Maksym Shekera am Schlagzeug und an der Flöte. Die Ankündigung verbindet zeitgenössischen Jazz mit Einflüssen ukrainischer Folklore.
Laut Veranstaltungsdaten dauert das Konzert 60 Minuten. Angegeben sind ein regulärer Eintrittspreis von 9 Euro, ein ermäßigter Preis von 6 Euro und ein Kulturpass-Preis von 1,50 Euro. Diese Angaben gelten für diese Veranstaltung; sie gelten nicht automatisch für die gesamte Reihe.
Zwei weitere Termine für einen Perspektivwechsel
Am 18. Oktober um 11:00 Uhr stehen die Wladigeroff Brothers mit Stoil Ivanov auf dem Programm. Am 8. November um 11:00 Uhr sind dann das Anaïs Foux Trio auf luxemburgischer Seite und Poplar Water 4tet auf französischer Seite bei einer Begegnung im Rahmen des grenzüberschreitenden Formats PROPULSION zu erleben.
Diese beiden Termine bieten einen Grund, wiederzukommen, ohne genau dasselbe Erlebnis zu suchen. Beim ersten steht die brüderliche Vertrautheit im Mittelpunkt, beim zweiten treffen zwei Ensembles aus benachbarten Szenen aufeinander. Die Reservierungsbedingungen sind den jeweiligen Veranstaltungsseiten zu entnehmen.
Eine einfache Frage zum Mitnehmen: Wer antwortet wem?
Für einen ersten Zugang schlagen wir vor, den musikalischen Wechselspielen zu folgen, statt jeden einzelnen musikalischen Kniff erkennen zu wollen. Scheint ein Instrument eine Idee anzustoßen? Greift ein anderes sie auf, widerspricht es ihr oder lässt es ihr Raum? Auf die Antworten zu achten, bietet einen Zugang zum Zuhören, für den kein Fachwortschatz nötig ist.
Man kann sich auch für ein paar Augenblicke auf eine einzelne Musikerin oder einen einzelnen Musiker konzentrieren und den Blick anschließend wieder auf die ganze Gruppe richten. Es geht nicht darum, die Interpretinnen und Interpreten zu bewerten, sondern zu hören, wie sich die eigene Wahrnehmung je nach gewähltem Fokus verändert.
Nach dem Konzert hilft es, einen bestimmten Moment festzuhalten. So bleibt eine persönlichere Erinnerung als ein spontanes Urteil über „den Jazz“ im Allgemeinen. Eine klangliche Überraschung, eine ruhigere Passage oder eine bemerkenswerte Interaktion genügen. Der nächste Sonntag bietet dann Gelegenheit zum Vergleichen, ohne von der neuen Gruppe zu erwarten, dass sie die vorherige nachahmt.
Quellen
- neimënster: Kalender der Reihe Pause.
- neimënster: ShekBand, Besetzung und praktische Informationen.
- Fotografie: Bjørn Erik Pedersen.
- Lizenz des Bildmaterials.
Quellen abgerufen am 1. Oktober 2026.






