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In Zeddam gewinnt Thibau Nys den Europameistertitel im Cyclocross

Thibau Nys hat bei der Cyclocross-Europameisterschaft in der Eliteklasse der Männer in Zeddam den Titel gewonnen. Auf der Treppe in der letzten Runde distanzierte er Joran Wyseure. Ben Fleming und Ben Koenig starteten in der Juniorenkategorie.

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Thibau Nys auf seinem Fahrrad bei einem Cyclocross-Rennen
Bildquelle und Lizenz
Andrés DPascuas — Wikimedia Commons — CC BY 2.0

Am Sonntag hat Thibau Nys in Zeddam den Europameistertitel im Cyclocross in der Eliteklasse der Männer gewonnen. Der Belgier distanzierte seinen Landsmann Joran Wyseure in der letzten Runde an einer Treppenpassage und überquerte die Ziellinie anschliessend mit sieben Sekunden Vorsprung. Der Belgier Niels Vandeputte komplettierte das Podium mit 19 Sekunden Rückstand.

Der Sieg zeichnete sich nach einem lange Zeit engen Rennen ab. Nys wurde zunächst von Wyseure eingeholt, bevor es ihm gelang, den entscheidenden Vorsprung herauszufahren, als der Kurs erneut eine Beschleunigung verlangte. Die Tageswertung ist eindeutig: Nys holt den Titel, Wyseure Silber und Vandeputte Bronze. Es handelt sich um das Eliterennen der Männer, das von den Juniorenrennen und den U23-Kategorien zu unterscheiden ist, die bei derselben Meisterschaft ausgetragen wurden.

Ein Rennen, das sich in der letzten Runde entscheidet

Der Kurs in Zeddam bot mehrere Gelegenheiten, die Spitzengruppe zu testen, ohne dass sich eine Ausreissergruppe dauerhaft absetzen konnte. Laut dem Rennbericht von WielerFlits erwischte der Niederländer Mees Hendrix einen ausgezeichneten Start, während die Favoriten zu Beginn eher zurückhaltend blieben. Das Feld zog sich auseinander, doch die Abstände blieben zunächst gering.

Nys konnte anschliessend einen Vorsprung herausfahren, bevor Wyseure gemeinsam mit dem Schweizer Kevin Kuhn wieder zu ihm aufschloss. Das Trio nahm die fünfte Runde zusammen in Angriff. Nys gab weiterhin das Tempo vor, und Kuhn musste schliesslich abreissen lassen, sodass die beiden Belgier an der Spitze blieben.

Hinter ihnen versuchten mehrere Fahrer, wieder aufzuschliessen. Der Brite Cameron Mason kam in den letzten Runden näher heran, erreichte das Duo aber nicht. Auch der Niederländer Joris Nieuwenhuis und Kuhn gehörten zu den Verfolgern. Diese Jagd verschaffte Nys und Wyseure einen Vorsprung, den sie verteidigen mussten, beantwortete aber nicht die Frage nach dem Sieger: Die beiden waren kurz vor der letzten Runde noch zusammen.

Die Entscheidung fiel auf der Treppe in der letzten Runde. Im Rennbericht von WielerFlits wird beschrieben, wie Nys an einer Treppe mit 99 Stufen beschleunigte; Wyseure verlor einige Meter und konnte nicht mehr aufschliessen. Laut dem Bericht von RTL lagen die beiden Belgier im Ziel sieben Sekunden auseinander. Diese Passage erklärt den entscheidenden Moment, doch der Titel fällt im Rahmen eines Rennens, in dem Nys bereits zuvor den Druck aufrechterhalten und Wyseure den ersten Angriffen standgehalten hatte.

Erst die gemeinsame Anstrengung, dann die Einzelentscheidung

Im Cyclocross wird ein Rennen über mehrere Runden auf einem Kurs ausgetragen, auf dem Antritte, Hindernisse und Laufpassagen das Treten regelmässig unterbrechen. Ein auf einem Streckenabschnitt herausgefahrener Vorsprung garantiert daher für sich genommen noch keine dauerhafte Flucht: Auch die folgenden Abschnitte müssen bewältigt werden, und die Verfolger dürfen sich nicht organisieren können, um wieder aufzuschliessen.

In Zeddam teilten sich Nys und Wyseure zunächst die Führung. Ihr Duell schränkte die Chancen der Fahrer hinter ihnen ein, wieder aufzuschliessen, während die Schlussattacke die beiden Hauptanwärter auf den Titel auseinanderzog. Um das Ergebnis einzuordnen, muss man weder eine Teamtaktik noch eine besondere Ermüdung annehmen: Fest steht, dass die beiden Belgier in den letzten Runden vorne lagen und Nys auf der Treppe den Vorsprung herausfuhr.

Vandeputtes Bronzemedaille bestätigt zudem, dass sich das Ergebnis nicht auf das Duell an der Spitze beschränkte. Er kam laut der von WielerFlits gemeldeten Rangliste 19 Sekunden nach Nys ins Ziel, vor Nieuwenhuis und Kuhn. Dieses rein belgische Podium unterstreicht die Stärke des Nationalteams in diesem Rennen, ohne den Unterschied zwischen der Goldmedaille und den jeweils von den Fahrern errungenen entscheidenden Plätzen zu verwischen.

Die Luxemburger starteten bei den Junioren

Zum Sonntagsprogramm gehörte auch das Juniorenrennen der Männer, in dem zwei Vertreter Luxemburgs an den Start gingen. Ben Fleming belegte Rang 15, mit 1 Minute 44 Sekunden Rückstand auf den Sieger, den Belgier Lars Peers. Ben Koenig wurde 47. Diese Ergebnisse gehören zu einer anderen Kategorie als jener der Eliteklasse der Männer: Sie ändern nichts an Nys’ Rang, geben aber einen Anhaltspunkt für die luxemburgische Präsenz bei der Meisterschaft.

Die Europameisterschaften 2026 fanden laut dem Europäischen Radsportverband am 7. und 8. November in Zeddam in den Niederlanden statt. Das Programm war nach Kategorien getrennt, und die Ergebnisse von Fleming und Koenig dürfen daher nicht mit dem Elitetitel verwechselt werden, den Nys am Sonntag gewann.

Das Eliterennen der Frauen hatte am Vortag stattgefunden. Marie Schreiber, die RTL zunächst als Siegerin gemeldet hatte, wurde anschliessend auf Rang zwei zurückgestuft. Diese Entscheidung betrifft ihr Rennen und ihre Platzierung; sie ist unabhängig vom Ergebnis des Männerrennens am Sonntag.

Für Nys ist die unmittelbare Erkenntnis ein Europameistertitel, den er nach einem nationalen Duell errang, das sich in der letzten Runde entschied. Wyseure nimmt Silber mit, Vandeputte Bronze. Das Ergebnis bringt die drei Belgier in Zeddam aufs Podium, während die Juniorenrennen eine separate Bilanz für die beiden luxemburgischen Fahrer liefern.

Quellen

Thibau Nys bei der Cyclocross-WM 2020 in Dübendorf. Archivfoto.

Bildnachweis: Andrés DPascuas — Wikimedia Commons — CC BY 2.0.

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